Dienstag, 8. September 2015
Look and See
Dann schau ma mal wie es da so ausschaut. Look and See bedeutete für uns, da wir 'Shenyang schon kennen, in erster Linie Haus- bzw. Wohnungssuche.
Entsprechend hatten wir das Programm mit unserer Reallocation-Dane Annie besprochen und Sightseeing (ja, auch hier gibt es eine verbotene Stadt der Quing-Dynastie) gegen Wohnungssuche getauscht. Denn es sollte unbedingt was dabei herauskommen.
Die Jungs wurden schulbefreit und durften auch mit.
In Shenyang mit reichlich Verspätung angekommen ging es dann erst mal ins Hyatt und zum Abendessen zum Italiener...
Blick aufs Shangri La
Leider hatten wir uns die Möglichkeit einer möbilierten Wohnung offen gehalten, obwohl wir es besser hätten wissen müssen. So durften wir einige prächtig Chinesisch ausgestattete Wohnungen besichtigen, mit reichlichen Goldverzierungen, schweren Möbeln, aufwändigsten Kronleuchtern und antiker Deko. Da wurde der ein oder andere Schimmelfleck und die durch die Küche gezogene Gasleitung zur Nebensache.
Letztendlich entschieden wir uns für eine Wohnung ohne Möbel im 30 Stock am Fluss. Die Zusage sollte kein Problem sein, lag doch im Budget - dachten wir.
Abends ging es auf den Nachtmarkt, mal richtig gut chinesisch essen mit Heimkehrern, die auch im Hotel untergekommen waren.
Und natürlich mussten die Jungs noch in die Sanhaojie, nach technischem Zeugs schauen. Fabi entschied sich für ein Paar Beatz.
Dann ging es auch schon wieder nach Hause.
Und dann kam die Absage der Firma, die Wohnung würden sie nicht anmieten, der Quadratmeterpreis sei zu teuer.
Wieso wir die Wohnung dann erst besichtigt hatten, konnte uns auch keiner erklären, es wäre eben schlecht verhandelt worden - vom Vermittler.
Also hat unsere Annie weiter gesucht und wir haben uns erst mal auf einen Hotelaufenthalt eingerichtet.
Die nächste Besichtigung erfolgte also per Photo, aus Erfahrung haben wir die Wohnung aber zusätzlich von einem Kollegen ansehen lassen, der diese für bewohnbar hält.
Gleiche Wohngegend, gleicher Preis, aber mehr qm...aber mit super Blick über den Fluss. Darüber dann mehr beim Umzug.

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Was bisher geschah...
Wie konnte uns das passieren? Wir sind da irgendwie so reingeschlittert und dann ging alles ganz schnell.
Im Juni kam die Zusage für Heikos neuen Job in Shenyang. Die Kündigung meiner Arbeit war quasi ein Kollateralschaden und die Jungs mussten auch noch irgendwie ins Boot bzw, Flugzeug geholt werden.
Dann begann die heiße Phase, die "Urkundenschnitzeljagd."
Für Jonas musste ein neuer Reisepass beantragt werden. Auf dem Bürgeramt gingen leider die Computer nicht, also wurden wir erst mal wieder heimgeschickt. Beim zweiten Anlauf hat es dann funktioniert und der Pass war erstaunlich schnell fertig.
Dann wurden die Geburtsurkunden der Jungs besorgt jeweils beim Standesamt des Geburtsortes. Gut dass keiner in Hamburg zur Welt kam...Danach gabs jeweils eine Postille beim jeweiligen Landratsamt.
Eine original Heiratsurkunde hatten wir nicht, das Familienstammbuch war erst nicht auffindbar. Als ich bereits soweit war, meinen Mann nochmals zu heiraten, tauchten die Urkunden noch auf und mussten dann wiederum beim Landratsamt beglaubigt werden.
Mit den Urkunden und Postillen fuhr Heiko dann zur Regierung Oberbayern, die an diesem Tag Betriebsausflug hatte. Netter Weise war ein Mitarbeiter zur weiteren Beglaubigung da geblieben.
Mit den nochmals beglaubigten Urkunden fuhr Heiko dann nach Köln, da wurde alles nochmal beglaubigt.
Nach drei Beglaubigungen ging dann alles ans chinesische Konsulat und da wurde - nochmal beglaubigt.
Und dann waren die Unterlagen auch schon bereit für China.
Die Beantragung der Visa für den Look + See wurde da zur Nebensache...

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